Au pair bitte beachten
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Au pair bitte beachten

Auost team 19 Jun 2026 52 likes

Ein Au-pair-Aufenthalt kann eine unglaublich schöne Erfahrung sein. Trotzdem ist er kein langer Urlaub mit gelegentlichem Babysitten.

Du kannst im Ausland leben, deine Sprachkenntnisse verbessern und ein enges Verhältnis zu deiner Gastfamilie aufbauen. Gleichzeitig gehören frühe Morgenstunden, unordentliche Spielzimmer, wiederkehrende Abläufe und Kinder, die manchmal nicht auf dich hören, ebenfalls zum Alltag.

1. Kinder können deine Grenzen testen

Wenn ein Kind sich nicht anziehen möchte, beim Zubettgehen nach Mama ruft oder sagt: „Du bist nicht meine Mutter“, bedeutet das nicht, dass du als Au-pair versagst oder dass das Kind dich nicht mag.

Kinder testen bei neuen Betreuungspersonen häufig ihre Grenzen. Deine Gasteltern sollten dich unterstützen, aber auch du brauchst Geduld und Konsequenz. Vertrauen entsteht nicht sofort.

2. Wutanfälle sind normal

Kinder können weinen, weil ihre Banane zerbrochen ist, der blaue Becher nicht verfügbar ist oder sich eine Socke komisch anfühlt. Für dich ergibt das vielleicht keinen Sinn, für kleine Kinder sind solche Reaktionen jedoch normal.

Bleib ruhig, achte darauf, dass das Kind sicher ist, und hilf ihm dabei, mit seinen Gefühlen umzugehen. Frage die Familie vor dem Matching, wie sie mit Wutanfällen, Regeln, Bildschirmzeit und Schlafenszeiten umgeht.

3. Kinderbetreuung ist wiederholend und anstrengend

Du räumst morgens das Spielzeug auf und zwanzig Minuten später liegt wieder alles auf dem Boden. Zu typischen Au-pair-Aufgaben können einfache Mahlzeiten, Kinderwäsche, Schul- und Kindergartenwege, das Packen von Taschen sowie Morgen- und Abendroutinen gehören.

Dieser Alltag ist nicht für jeden geeignet – und das ist völlig in Ordnung. Sei ehrlich zu dir selbst, bevor du einem Match zustimmst.

4. Als Au-pair brauchst du Flexibilität

Auch wenn feste Arbeitszeiten, freie Tage und Zeiten für den Sprachkurs vereinbart wurden, läuft das Familienleben nicht immer nach Plan.

Kinder werden krank, Aktivitäten werden verschoben, Schulen schließen manchmal früher, Züge verspäten sich, Eltern stehen im Stau oder ein berufliches Meeting dauert länger als erwartet.

Flexibilität bedeutet, sich gelegentlich auf unerwartete Situationen einzustellen. Sie bedeutet nicht, ständig verfügbar zu sein oder regelmäßig unbezahlte Überstunden zu leisten. Änderungen sollten offen besprochen und durch entsprechende Freizeit ausgeglichen werden.

5. Du wirst Teil eines Haushalts

Deine Gastfamilie sollte dir Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und ein respektvolles Zuhause bieten. Im Gegenzug wird von dir erwartet, dass du hinter dir aufräumst und gemeinschaftlich genutzte Räume respektierst.

Das Aufräumen der Kinderzimmer, die Zubereitung einfacher Mahlzeiten und das Waschen der Kinderkleidung gehören meist zu normalen Au-pair-Aufgaben. Die gründliche Reinigung des gesamten Hauses, die komplette Wäsche der Familie oder regelmäßige unbezahlte Mehrarbeit sind dagegen Warnsignale.

Frage vor der Zusage nach den genauen Aufgaben, Arbeitszeiten, der erwarteten Flexibilität und den Familienurlauben. Nutze die Nachrichten- und Videofunktionen von Auost, um Erwartungen offen zu besprechen und herauszufinden, ob sie zu deinen eigenen Vorstellungen passen.

Die perfekte Gastfamilie gibt es nicht. Die beste Gastfamilie ist diejenige, deren Erwartungen, Lebensstil und Kommunikationsweise zu dir passen.

Lärm, Unordnung, Wiederholungen und gelegentliche Planänderungen gehören zum Familienleben. Respekt, klare Kommunikation und faire Grenzen müssen jedoch immer auf beiden Seiten gelten.

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