Ein Au-pair kostet eine Gastfamilie in Deutschland meist ungefähr 550 bis 850 Euro pro Monat, wenn Taschengeld, Sprachkurs, Fahrtkosten zum Sprachkurs, Versicherung sowie die zusätzlichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung berücksichtigt werden. Verpflichtend sind unter anderem 280 Euro Taschengeld, freie Unterkunft und Verpflegung, mindestens 70 Euro monatlicher Sprachkurszuschuss sowie die notwendige Versicherung. Die tatsächliche Summe hängt vom Haushalt, Wohnort und vereinbarten Zusatzleistungen ab.
Kostenübersicht für Gastfamilien
| Kostenpunkt | Typischer Betrag | Verpflichtend? |
|---|---|---|
| Taschengeld | 280 € monatlich | Ja |
| Sprachkurszuschuss | mindestens 70 € monatlich | Ja, bei tatsächlich besuchtem Sprachkurs |
| Fahrt zum Sprachkurs | abhängig vom Wohnort | Ja |
| Kranken- und Unfallversicherung | tarifabhängig | Ja |
| Absicherung für Schwangerschaft und Geburt | tarifabhängig | Ja |
| Privathaftpflicht | tarifabhängig, dringend empfohlen | Je nach Paket/Absicherung |
| Unterkunft im eigenen Zimmer | zusätzliche Haushaltskosten | Ja |
| Verpflegung | abhängig vom Haushalt | Ja |
| Mobilität, Telefon oder Freizeit | individuell | Freiwillig, sofern nicht für den Sprachkurs erforderlich |
| Auost-Mitgliedschaft | abhängig vom gewählten Modell | Optional |
Die Spanne ist bewusst als Planungswert formuliert. Unterkunft und Verpflegung verursachen nicht in jeder Familie dieselben Mehrkosten. Wer bereits ein freies Zimmer hat, kalkuliert anders als eine Familie, die zusätzlichen Wohnraum schaffen muss.
1. Taschengeld: 280 Euro monatlich
Ein Au-pair erhält in Deutschland kein reguläres Gehalt, sondern ein monatliches Taschengeld von 280 Euro. Unterkunft und Verpflegung werden zusätzlich gestellt und dürfen nicht mit dem Taschengeld verrechnet werden. Das Taschengeld sollte auch während vereinbarter Urlaubszeiten oder bei vorübergehender Krankheit zuverlässig gezahlt werden.
Praxistipp: Zahlen Sie das Taschengeld per Überweisung. So bleiben Zahlungen für beide Seiten nachvollziehbar und können bei steuerlichen Fragen leichter dokumentiert werden.
2. Sprachkurs und Fahrtkosten
Die Gastfamilie beteiligt sich mit mindestens 70 Euro monatlich an einem tatsächlich durchgeführten Deutschkurs. Zusätzlich trägt sie die notwendigen Fahrtkosten zum nächstgelegenen geeigneten Sprachkurs. Genau dieser zweite Punkt wird in vielen Kostenrechnern vergessen.
Fragen Sie deshalb bereits vor dem Match:
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Welche Sprachschule ist erreichbar?
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Wann finden die Kurse statt?
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Passt der Kurs zu den Betreuungszeiten?
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Wird ein Deutschlandticket oder ein lokales Ticket benötigt?
3. Versicherung
Die Gastfamilie trägt die Kosten der notwendigen Kranken- und Unfallversicherung. Der Versicherungsschutz muss auch Schwangerschaft und Geburt berücksichtigen. Eine private Haftpflichtversicherung sollte ebenfalls geprüft werden. Entscheidend ist nicht nur der monatliche Preis, sondern welche Leistungen, Selbstbeteiligungen und Ausschlüsse im Tarif enthalten sind.
Mehr zur Au-pair-Versicherung →
4. Unterkunft und Verpflegung
Das Au-pair lebt als Familienmitglied auf Zeit im Haushalt. Es benötigt ein eigenes, angemessenes Zimmer und erhält freie Verpflegung – auch an freien Tagen und während des Urlaubs, sofern es sich bei der Familie aufhält. Kalkulieren Sie zusätzliche Ausgaben für Lebensmittel, Energie, Wasser und Haushaltsbedarf realistisch ein.
5. Freiwillige Zusatzkosten
Viele Familien übernehmen freiwillig weitere Leistungen:
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Zuschuss zur An- oder Abreise
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Deutschlandticket über die Fahrt zum Sprachkurs hinaus
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SIM-Karte oder Mobilfunkvertrag
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gemeinsame Ausflüge und Urlaube
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Fahrrad oder andere Mobilitätslösung
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Erste-Hilfe- oder Kinderbetreuungskurs
Diese Leistungen sind nicht alle verpflichtend, können aber das Ankommen erleichtern. Wichtig ist, vor Vertragsabschluss schriftlich zu klären, was die Familie übernimmt.
Lohnt sich ein Au-pair finanziell?
Ein Au-pair sollte nicht allein als günstige Kinderbetreuung betrachtet werden. Es ist ein kultureller Austausch mit klar begrenzten Aufgaben und maximalen Betreuungszeiten. Für Familien, die planbare Unterstützung im Alltag wünschen und bereit sind, einen jungen Menschen in ihr Familienleben aufzunehmen, kann das Modell trotzdem sehr wertvoll sein.
Ein fairer Vergleich berücksichtigt daher nicht nur den Preis, sondern auch:
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bis zu 30 Stunden Unterstützung pro Woche
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flexible, gemeinsam vereinbarte Betreuungszeiten
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vertraute Betreuung im eigenen Zuhause
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kulturellen und sprachlichen Austausch
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den zusätzlichen organisatorischen und persönlichen Aufwand als Gastfamilie
Können Au-pair-Kosten steuerlich berücksichtigt werden?
Teile der Aufwendungen können unter bestimmten Voraussetzungen als Kinderbetreuungskosten oder haushaltsnahe Dienstleistungen berücksichtigt werden. Die steuerliche Behandlung hängt von der konkreten Vereinbarung, der Aufteilung der Aufgaben und den Zahlungsnachweisen ab. Lassen Sie Ihre individuelle Situation durch eine steuerberatende Person prüfen.
So planen Sie Ihr Budget
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Pflichtkosten monatlich auflisten.
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Tatsächliche Mehrkosten für Verpflegung und Energie kalkulieren.
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Sprachschule und Fahrtkosten vorab recherchieren.
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Versicherungsumfang statt nur Preis vergleichen.
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Freiwillige Leistungen schriftlich festlegen.
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Reserve für unerwartete Ausgaben einplanen.
Häufige Fragen
Wer bezahlt den Flug nach Deutschland?
Die An- und Abreisekosten trägt grundsätzlich das Au-pair, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Eine freiwillige Beteiligung der Gastfamilie ist möglich.
Muss die Familie das Taschengeld auch im Urlaub zahlen?
Das Taschengeld ist eine monatliche Pauschale und sollte während des vereinbarten Aufenthalts auch bei Urlaub oder vorübergehender Krankheit weitergezahlt werden.
Ist ein Au-pair günstiger als eine Nanny?
Meist sind die direkten Geldzahlungen niedriger. Beide Modelle sind aber nicht gleich: Ein Au-pair ist ein Familienmitglied auf Zeit im kulturellen Austausch und keine professionelle Vollzeit-Nanny.
Was kostet Auost für Gastfamilien?
Auost bietet verschiedene Mitgliedschaftsmodelle. Neue Nutzerinnen und Nutzer können die Ultra-Funktionen sieben Tage kostenlos testen. Der Test verlängert sich nicht automatisch; danach bleibt das Basiskonto bestehen.
Nächster Schritt
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Offizielle Quellen: Bundesagentur für Arbeit; Familienportal des Bundes. Stand der inhaltlichen Prüfung: 19. August 2026.